SOLARSPEICHER

Charakteristisch für die Photovoltaik ist, dass Erzeugung und Verbrauch des Sonnenstroms zeitgleich erfolgen. Im Jahresdurchschnitt liefert eine Photovoltaikanlage in der Regel weniger Strom, als ein Haushalt verbraucht – tagsüber entstehen jedoch Überschüsse, die sich nicht vollständig nutzen lassen. Ohne Solarspeicher fließt dieser überschüssige Sonnenstrom ins öffentliche Netz (Energie-Rückspeisung ins Netz). Andererseits ist der Stromverbrauch bei bedecktem Wetter oder Dunkelheit größer als die PV-Anlage zu diesem Zeitpunkt produzieren kann. In diesem Fall fließt der fehlende Strom aus dem öffentlichen Stromnetz in den Haushalt.

Zur effektiveren Nutzung des überschüssigen Sonnenstroms und zum Ausgleich von Schwankungen bei der Stromgewinnung, sind Solarstromspeicher daher sehr zu empfehlen. Dabei speichert der Stromspeicher tagsüber den Überschuss an Sonnenstrom, um ihn dann in den Abend- und Nachtstunden nutzen zu können. Ein Laderegler vermeidet Tiefenentladungen oder Überladungen der Batterie und verlängert damit die Lebensdauer des Solarspeichers.

Mit einer Photovoltaik-Anlage ohne Stromspeicher erzielen Haushalte selten eine Eigenstromnutzung von mehr als 30%. Mit der Kombination aus Photovoltaikanlage und Solarspeicher kann der Anteil des selbst erzeugten Sonnenstroms mehr als verdoppelt werden.! Im Ergebnis können sogar bis zu 75% des Strombedarfs kostenlos direkt aus der Photovoltaik-Anlage oder dem Solarspeicher bezogen werden (Teil-Autarkie). Eine 100%-Autarkie kann z.Zt. nur mit einer größeren Photovoltaikanlage mit Solarspeicher erreicht werden.

Dieser Wirkungsgrad bezieht sich auf AC-gekoppelte Systeme mit separatem Wechselrichter. Die DC-gekoppelten Systeme sind dagegen noch vor der Wechselrichterbrücke im Gleichstrom-Zwischenkreis verbunden und werden damit direkt mit dem erzeugten Gleichstrom der Photovoltaikanlage aufgeladen. Hierdurch kann sich der Wirkungsgrad sogar auf bis zu 90% erhöhen.

Mit einem Solarspeicher sind Sie auf einem guten Weg zur Eigenstromversorgung. Sie benötigen kaum noch Strom von ihrem Energieversorger, sondern erhalten selbst produzierten und sauberen Sonnenstrom. Solarstromspeicher sind damit zu einer wichtigen Größe für den Erfolg der Energiewende geworden. Tatsächlich wurden 2019 bereits mehr als 61% aller Photovoltaik-Anlagen unter 30 kW mit einem Solarstromspeicher installiert.

SolarspeicherStromspeicher für Photovoltaikanlagen sind heute intelligente Lithium-Speichersysteme mit aktivem Energiemanagement, Smart Meter und Photovoltaik-Überwachung. Bei einer Speicherkapazität von beispielsweise 5 kWh für einen Privathaushalt sind Solarspeicher jedoch kaum unter 5.000 Euro erhältlich. Die Preise variieren je nach Hersteller und Speichergröße stark. Dennoch lohnt sich ein Solarspeicher gerade für jüngere Photovoltaikanlagen mit geringen Einspeisevergütungen.

Grundsätzlich ist der Kauf eines Stromspeichers umso rentabler, je größer der Abstand zwischen der Einspeisevergütung und dem bezogenen Strompreis ist.

Solarzellen werden heute am häufigsten in drei Grundtypen hergestellt, die sich hinsichtlich Herstellungsart, Wirkungsgrad, Preis und Flächenbedarf unterscheiden:

Erfahrungen mit Stromspeicher

SolarspeicherDie sinkenden Einspeisevergütungen einerseits und die Ersparnis der steigenden Netzstrompreise andererseits, machen den Eigenverbrauch zunehmend attraktiver. Bei Strompreisen von über 31 Cent/kWh (2020) und Erzeugungskosten für Sonnenstrom zwischen 9 und 27 Cent/kWh sparen private Haushalte bis zu 70% im Vergleich zum Strom aus dem Netz! Wer also seinen Strom durch Sonnenenergie selbst erzeugt, braucht sich um die Höhe seiner Stromrechnung nicht mehr zu sorgen.

Bei einer aktuellen Einspeisevergütung von 9,87 Cent/kWh für kleinere Photovoltaikanlagen erzeugen Sie dagegen Sonnenstrom zum etwa gleichen bzw. etwas günstigeren Preis wie Sie ihn anschließend wieder einspeisen können. Für neue PV-Anlagen wird folglich die Einspeisung von Solarstrom ins öffentliche Netz immer unattraktiver. Die Rentabilität einer Photovoltaikanlage bestimmt vielmehr die Eigenverbrauchsrate und der Strompreis. Je höher der Eigenverbrauch und der Strompreis des Versorgers, desto höher die Ersparnis. Eigenverbrauchsanlagen bei denen der selbst erzeugte Sonnenstrom im Hausnetz bleibt und verbraucht wird, werden damit immer rentabler.

Solarspeicher - Mehr Autarkie durch höheren Eigenverbrauch

Mit Hilfe eines Solarspeichers lässt sich der Eigenverbrauch einer PV-Anlage zwar auf 70-80% mehr als verdoppeln, eine vollständige Selbstversorgung ist allerdings noch nicht möglich. Hierfür müssten die Schwankungen bei der Stromerzeugung durch noch höhere Wirkungsgrade und größere Speicherkapazitäten ausgeglichen werden. Wenn der Stromspeicher hingegen leer ist, muss der Reststrombedarf extern bezogen werden.

Genau hier setzen zwei innovative Konzepte der sonnenCommunity und Wirklich Eigenstrom an, die eine (fast) autarke Ökostromversorgung für Solaranlagenbetreiber mit Stromspeicher ermöglichen. Die sonnenCommunity der sonnen GmbH verknüpft die PV-Anlagen Ihrer Mitglieder digital miteinander. Dadurch ist innerhalb der Community der jederzeitige Austausch des Sonnenstroms gewährleistet. Die „Wirklich Eigenstrom Community“ von Memodo bietet die Möglichkeit, den Reststrombedarf zu 100% aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Dies geschieht über eine Ökostrom-Flat von 1.500 kWh Ökostrom pro Jahr mit einer Laufzeit von zehn Jahren.

Angesichts der sinkenden Einspeisevergütungen gewinnt die eigene Nutzung des Sonnenstroms eine immer größere Bedeutung. Sie wollen wissen, welchen Beitrag eine PV-Anlage zur Stromversorgung Ihres Hauses leisten kann? Dann berechnen Sie Ihren voraussichtlichen Eigenverbrauchsanteil je nach Größe, Lage, Dachausrichtung und Speichersystem einfach mit Hilfe des Photovoltaik Rechners.

Je sorgfältiger eine Photovoltaik-Anlage geplant wird, desto besser lassen sich die Kosten reduzieren und die Vorteile für die Umwelt maximieren.

Der Photovoltaik Rechner unterstützt Sie bei: