SOLARSTROMSPEICHER

Für die Photovoltaik ist es charakteristisch, dass Erzeugung und Verbrauch des Sonnenstroms zeitgleich erfolgen. Im Jahresdurchschnitt liefert eine Photovoltaikanlage in der Regel weniger Strom, als ein Haushalt verbraucht. Tagsüber entstehen jedoch Überschüsse, die sich nicht vollständig nutzen lassen. Ohne Solarstromspeicher fließt dieser überschüssige Sonnenstrom in das öffentliche Stromnetz. Andererseits ist der Stromverbrauch bei bedecktem Wetter oder Dunkelheit größer als die Photovoltaikanlage zu diesem Zeitpunkt produzieren kann. In diesem Fall muss der fehlende Strom aus dem öffentlichen Stromnetz bezogen werden.

Zur effektiveren Nutzung des überschüssigen Sonnenstroms und zum Ausgleich von Schwankungen bei der Stromgewinnung, sind Solarspeicher daher sehr zu empfehlen. Dabei speichert der Solarspeicher tagsüber den Überschuss an Sonnenstrom, der dann in den Abend- und Nachtstunden verfügbar ist. Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn die meisten Hausbewohner tagsüber nicht zuhause sind und abends der Stromverbrauch entsprechend ansteigt.

Solarstrompeicher

Mit einem Solarspeicher sind Sie auf einem guten Weg zur Eigenstromversorgung. Sie benötigen kaum noch Strom von ihrem Energieversorger, sondern erhalten selbst produzierten und sauberen Sonnenstrom. Solarstromspeicher sind damit zu einer wichtigen Größe für den Erfolg der Energiewende geworden. Tatsächlich wurden 2019 bereits mehr als 61% aller Photovoltaikanlagen unter 30 kW mit einem Solarspeicher installiert.

Stromspeicher für Photovoltaikanlagen sind heute intelligente Lithium-Speichersysteme mit aktivem Energiemanagement, Smart Meter und Photovoltaik-Überwachung. Ein im Solarspeicher eingebauter Laderegler vermeidet Tiefenentladungen und Überladungen und verlängert seine Lebensdauer.

Es werden AC-gekoppelte Systeme mit separatem Wechselrichter und DC-gekoppelte Speichersysteme unterschieden. DC-gekoppelte Systeme sind noch vor der Wechselrichterbrücke im Gleichstrom-Zwischenkreis verbunden und werden damit direkt mit dem erzeugten Gleichstrom der Photovoltaikanlage aufgeladen. Hierdurch kann sich der Wirkungsgrad auf bis zu 90%erhöhen.

 

Eigenverbrauch 2021

SolarstromspeicherDie sinkenden Einspeisevergütungen einerseits und die Ersparnis der steigenden Netzstrompreise andererseits, machen den Eigenverbrauch 2021 zunehmend attraktiver. Bei Strompreisen von über 31 Cent/kWh und Erzeugungskosten für Sonnenstrom zwischen 8 und 13 Cent/kWh sparen private Haushalte bis zu 70% im Vergleich zum Strom aus dem Netz!

Bei einer aktuellen Einspeisevergütung von 8,16 Cent/kWh für kleinere Photovoltaikanlagen erzeugen Sie dagegen Sonnenstrom zu einem höheren Preis als Sie ihn anschließend wieder einspeisen können. Für neue PV-Anlagen gilt daher: je höher der Eigenverbrauch und der Strompreis des Versorgers, desto größer die Ersparnis.

Sogenannte Eigenverbrauchsanlagen, bei denen der selbst erzeugte Sonnenstrom im Hausnetz bleibt und verbaucht wird, werden daher immer rentabler. Mit einem Solarspeicher sind Sie auf einem guten Weg zur Eigenstromversorgung. Sie benötigen kaum noch Strom von ihrem Energieversorger und können ihren selbst produzierten Sonnenstrom effektiv nutzen.

Den Eigenverbrauch können Sie übrigens einfach ermitteln, indem Sie vom erzeugten Sonnenstrom den ins Netz eingespeisten Strom laut Einspeisezähler abziehen.

 

Solarstrom speichern

SolarspeicherMit einer Photovoltaikanlage ohne Solarstromspeicher erzielen Haushalte selten eine Eigenstromnutzung von mehr als 50%. Mit der Kombination aus PV-Anlage und Stromspeicher kann der Anteil des selbst erzeugten Sonnenstroms fast verdoppelt werden! Wenn Sie Sonnenstrom speichern, können Sie sogar bis zu 80% ihres Strombedarfs direkt aus der Photovoltaikanlage oder dem Solarspeicher beziehen.

Eine vollständige Selbstversorgung ist allerdings noch nicht möglich. Wenn der Solarspeicher leer ist und die PV-Anlage in der Nacht keinen Strom erzeugt, muss der Reststrombedarf extern bezogen werden. Hierzu müssten die Schwankungen bei der Solarstromerzeugung durch noch höhere Wirkungsgrade und Speicherkapazitäten ausgeglichen werden.

Genau hier setzen zwei innovative Konzepte der sonnenCommunity und Wirklich Eigenstrom an, die eine autarke Ökostromversorgung für Solaranlagenbetreiber mit Solarstromspeicher ermöglichen. Die sonnenCommunity der sonnen GmbH verknüpft die Photovoltaikanlagen Ihrer Mitglieder digital miteinander. Dadurch ist innerhalb der Community der jederzeitige Austausch des Sonnenstroms gewährleistet. Die „Wirklich Eigenstrom Community“ von Memodo bietet die Möglichkeit, den Reststrombedarf zu 100% aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Dies geschieht über eine Ökostrom-Flat von 1.500 kWh Ökostrom pro Jahr mit einer Laufzeit von zehn Jahren.

Solarstrom speichern

Solarspeicher kaufen

Angesichts der sinkenden Einspeisevergütungen und steigenden Strompreise gewinnt die eigene Nutzung des Sonnenstroms eine immer größere Bedeutung. Und Dank technischer Weiterentwicklungen sinken die Preise für Solarspeicher immer weiter. Alleine in den letzten 5 Jahren sind die Speicherpreise um rund 50% gesunken. Insbesondere kleinere Solarspeicher können Sie heute günstig kaufen.

Bei einer Speicherkapazität von beispielsweise 5 kWh für einen Privathaushalt sind Stromspeicher jedoch kaum unter 5.000 Euro erhältlich. Die Preise variieren je nach Hersteller und Speichergröße stark. Dennoch lohnt sich ein Solarspeicher gerade für neue Photovoltaikanlagen mit geringer Einspeisevergütung. Auch für PV-Anlagen, die nach 2011 in Betrieb genommen wurden, ist eine
Nachrüstung mit einem Solarstromspeicher sehr zu empfehlen. Denn seit diesem Zeitpunkt übersteigt der Strompreis die Einspeisevergütung, wodurch die Einspeisung in das öffentliche Netz nicht mehr wirtschaftlich ist.

Beim Vergleich, ob sich das Speichern gegenüber dem Stromzukauf lohnt muss ermittelt werden, wieviel eine Kilowattsunde (kWh) gespeicherter Energie kostet. Diesen Wert können Sie dann mit dem Preis für eine kWh beim Stromanbieter vergleichen.

Hier hilft folgende Formel:

Die Entladetiefe und der Wirkungsgrad werden in Prozent angegeben und müssen für die Berechnung in eine Dezimalzahl umgerechnet werden (z.B. 96% = 0,96). Das Ergebnis ist dann der Preis pro kWh in Euro.

Sie wollen wissen, ob sich eine Solaranlage mit Solarstromspeicher für Sie rechnet? Wieviel Sonnenstrom Sie speichern und Stromkosten sparen können? Dann berechnen Sie Ihren voraussichtlichen Eigenverbrauchsanteil je nach Größe, Lage, Dachausrichtung und Speichersystem einfach durch Anklicken des Feldes „Stromspeicher“ im Photovoltaik Rechner unten.

Je sorgfältiger Sie Ihre Photovoltaikanlage mit Solarspeicher planen, desto besser lassen sich die Kosten reduzieren und die Vorteile für die Umwelt maximieren.

Der Photovoltaik Rechner unterstützt Sie bei:

Worauf sollten Sie beim Kauf eines Solarspeichers achten?

Der Solarspeicher sollte sich für den Verbrauch des jeweiligen Haushalts eignen und möglichst effizient arbeiten. Ermitteln Sie im Vorfeld ihren Stromverbrauch und überlegen Sie, wieviel Strom gespeichert werden soll.

Die Leistung eines Stromspeichers zeigt sich insbesondere über die Kennzahlen Nennkapazität, Wirkungsgrad, Entladungstiefe und Zyklenzahl.

Nennkapazität: Die Nennkapazität gibt an, wieviel Strom eine Batterie speichern kann. Hierbei handelt es sich jedoch um einen theoretischen Wert, weil Speicher nicht komplett entladen werden dürfen.

Wirkungsgrad: Der Wirkungsgrad zeigt an, wieviel von der gespeicherten Energie noch übrigbleibt. Je höher der Wert, desto besser natürlich. Wirkungsgrade von bis zu 90% sind durchaus möglich.

Entladungstiefe: Über diese Kennzahl erfährt man, wieviel Strom maximal entnommen werden darf. Die Angabe erfolgt in Prozent.

Zyklenzahl: Dabei geht es darum, wie oft der Speicher mit Energie vollgeladen werden kann.