Warum sich Solarspeicher lohnen

Für immer mehr Verbraucher werden Solarspeicher zum unverzichtbaren Baustein der eigenen Energieversorgung. Aktuell wird mehr als jede zweite neu installierte Photovoltaikanlage mit einem Solarstromspeicher kombiniert. Auch KfW geförderte Nachrüstungen sind überaus beliebt. So wurden in Deutschland 2019 bereits über 206.000 Solarspeicher verbaut. Doch noch immer sind Solarstromspeicher verhältnismäßig teuer und somit auch der größte Hinderungsgrund beim Kauf.

Mit welcher Entwicklung ist in den kommenden Jahren zu rechnen?

Preisrückgang durch höhere Nachfrage

Antrieb für die überaus robuste Nachfrage nach Solarspeichern ist das starke Argument und der Wunsch aller Solarbetreiber: die weitestgehende Eigenversorgung mit Sonnenstrom! Denn mit einem Solarspeicher lässt sich der Eigenverbrauch von 25-30 Prozent auf 60-80 Prozent mehr als verdoppeln.

Ein weiterer Wachstumstreiber ist die „Sektorenkoppelung“, d.h. die Verknüpfung von Photovoltaikanlagen, Solarthermieanlagen, Stromspeicher und Ladestationen für Elektroautos.

Infolge dieser steigenden Nachfrage haben sich die Preise für Solarspeicher in den letzten vier Jahren halbiert. Auch in den nächsten Jahren wird von einem jährlich zweistelligen Wachstum ausgegangen. Das ist auch der Grund für dafür, dass laut einer Studie der Bank of America die Preise für Solarspeicher in den nächsten 5 Jahren nochmals um bis zu 50 Prozent fallen sollen.

Solarspeicher Preise 2020

Bereits zur Jahresmitte 2020 sind die Kosten für Solarspeicher im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent günstiger! Dabei variieren die Preise stark – je nach Speicherkapazität und Speichertechnologie. Für einen Haushalt mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.000 bis 5.000 kWh liegen sie inklusive Montage aktuell zwischen 4.000 und 8.000 Euro (Lithium-Ionen-Akkus mit einer Speicherkapazität von 4-6 kWh). Bleiakkus sind zwar preisgünstiger als Lithium-Ionen-Akkus, haben aber eine deutlich kürzere Lebensdauer und einen geringeren Ladewirkungsgrad. Daher werden heute fast ausschließlich Lithium-Ionen-Akkus eingesetzt.

Zu beachten ist außerdem, dass fast alle Fachmonteure individuelle Solar-Komplettpakete (mit und ohne Solarspeicher) anbieten, welche die Anschaffung von Solarstromspeichern noch attraktiver machen.

Stromgestehungskosten versus Netzstrompreise

In einer Studie des Fraunhofer Instituts geht hervor, dass Sonnenstrom aus Photovoltaik die niedrigsten Stromgestehungskosten aufweist. Die Stromgestehungskosten für Photovoltaik-Speichersysteme betragen beispielsweise bei einer kleinen Dachanlage mit einer Sonnenstromerzeugung von 8.000 kWh/Jahr zwischen 9,0 bis 14,5 Cent/kWh. Der durchschnittliche Bezugspreis für Strom aus dem Netz beträgt dagegen 30,43 kWh. Im Ergebnis bleibt also schon heute ein Gewinn von rund 11-16 Cent/kWh.