EINSPEISEVERGÜTUNG FÜR SOLARANLAGEN 2020 NACH EEG

Einspeisevergütung 2020Das Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) aus dem Jahr 2000 hat zum Ziel, die Entwicklung von Technologien für erneuerbare Energien zu fördern. Insbesondere bietet das EEG Besitzern von Photovoltaikanlagen einen finanziellen Anreiz und mehr Sicherheit. Wer den über seine PV-Anlage erzeugten Sonnenstrom ins öffentliche Netz einspeist, erhält über einen Zeitraum von 20 Jahren eine gesetzlich garantierte Vergütung. Diese staffelt sich nach der Leistung der Anlage (je kleiner desto besser), dem Anlagetyp (Gebäude oder Freifläche) und dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme.

Einspeisevergütung nach 20 Jahren

Damit können die Erlöse aus einer Photovoltaikanlage recht genau prognostiziert werden. Die Einspeisevergütung wird von dem lokalen Stromnetzbetreiber ausgezahlt, an dessen Netz die PV-Anlage angeschlossen ist. Dieser ist an den Preis gebunden, den das EEG als Einspeisevergütung vorsieht.

Die Zielsetzung der Förderung erneuerbarer Energien hat allerdings so gut funktioniert, dass der Ausbau der Stromnetze mit der rasanten Verbreitung von Solaranlagen nicht Schritt halten konnte. In Folge musste die Einspeisevergütung stufenweise reduziert werden, da sie über die Strompreise der Netzbetreiber wieder auf die Endverbraucher umgelegt werden. Die ursprünglichen Vergütungssätze wären somit nicht mehr finanzierbar. Während Haushalte im Jahr 2010 für ins Netz eingespeisten Sonnenstrom noch 30 Cent/kWh erhielten, sank die Einspeisevergütung in den Folgejahren kontinuierlich.

Aktuell beträgt die Einspeisevergütung für eine PV-Anlage mit einer Leistung bis 10 kWp 9,87 Cent/kWh (Februar 2020). Bei Anlagen über 10 kWp bis 40 kWp beträgt die Vergütung 9,59 Cent/kWh. Dieser Ertrag gilt gleichbleibend für die restlichen Monate des Jahres der Inbetriebnahme und in den 20 Folgejahren. Das EEG sieht seit Mai 2012 eine stufenweise Absenkung der Einspeisevergütung vor und soll im Jahr 2021 gänzlich auslaufen. Ab diesem Zeitpunkt der Inbetriebnahme besteht weder eine Abnahmepflicht des Netzbetreibers noch ein Vergütungsanspruch.

Die Neufassung des EEG von 2014 bestimmt, dass Betreiber größerer Photovoltaikanlagen (> 10 kWp) für den Eigenverbrauch zusätzlich eine EEG-Umlage entrichten müssen. Da die meisten PV-Anlagen für Eigenheime nicht über 10 kWp hinausgehen, trifft diese Regelung für Privathaushalte in der Regel nicht zu.

Fazit: durch das Auslaufen der Einspeisevergütung im Jahr 2021 fällt ein wichtiger Förderbaustein weg. Für neu installierte PV-Anlagen lohnt sich die Einspeisung von Sonnenstrom schon heute nicht mehr. Spätestens wenn die Strompreise die EEG-Umlage übersteigen, gewinnt der Eigenverbrauch an Bedeutung – und somit geeignete Solarspeicher, die diesen enorm erhöhen können.

Für die ältesten Photovoltaik-Anlagen läuft die Förderung nach 20 Jahren ab Ende 2020 aus. Je mehr PV-Anlagen aus der Förderung fallen, desto geringer wird auch die EEG-Umlage. Außerdem soll ab 2021 ein Teil der EEG-Umlage über die CO2-Steuer finanziert werden. Ob sich die sinkende EEG-Umlage sich auf den Strompreis auswirkt, bleibt jedoch abzuwarten.

Vorgaben des EEG-Einspeisemanagements

Abhängig von der Größe einer Photovoltaikanlage sieht § 9 EEG technische Vorgaben und Einspeiseregelungen vor. Bei kleineren PV-Anlagen mit einer Leistung bis einschließlich 30 kWp besteht das Wahlrecht, die Anlage mit einer technischen Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung bei Netzüberlastung auszustatten oder die maximale Einspeisung durch den Anlagenbetreiber auf 70% der installierten Leistung zu begrenzen. Bei PV-Anlagen mit einer Leistung von bis zu 100 kWp ist nur Ersteres möglich.